51 065 Buchforst
(Planungsname war Kalkerfeld)  
Das Feld nördlich von Kalk war früher ein Buchenforst
Gemarkung Mülheim, Feld 2

 

In Buchforst wurden viele Straßen nach Gelehrten (Mathematiker, Naturwissenschaftler)  benannt. 
Die West – Ost – Achse ist nach Orten in Baden – Württemberg benannt. Eine Nord – Süd – Achse mit einigen Nebenstraßen nach Orten aus Nordhessen.

 

Archimedesstraße

 

Archimedes wurde um 287 v. Chr. Vermutlich in Syrakus auf Sizilien geboren. Er war ein griechischer Mathematiker, Physiker und Ingenieur. Bei der Berechnung von Körper- und Flächenberechnungen entdeckte er, dass der Durchmesser 3 1/7 mal des Kreisumfangs. Die Grundlage zur Zahl Pi (3,1415…). Er legte Grundlagen für Statik und Hydrostatik.

 

Er entwickelte eine Wurfmaschine die bei der Verteidigung von Syrakus eingesetzt wurde. 
Der Straßenname wurde am 9.1.1930 beschlossen.

 

 

 

Bergiusstraße

 

Friedrich Carl Rudolf Bergius wurde am 11.10.1884 in Goldschmieden bei Breslau (heute Wroclaw) als Sohn von Heinrich Bergius geboren.
Doktorarbeit zum Thema „Über absolute Schwefelsäure als Lösungsmittel“. Seine Habilitationsschrift lautet: „Anwendung hoher Drucke bei chemischen Vorgängen und die Nachbildung des Entstehungsprozesses der Steinkohle“. Sein Verfahren zur „Kohleverflüssigung“ meldete er zum Patent an. Dieses Verfahren ermöglichte später das Bergius – Pier – Verfahren, welches synthetische Kraftstoffe unabhängig vom Erdöl möglich machte.
Später zog er nach Heidelberg. Für seine Arbeit um die Entdeckung und Entwicklung der chemischen Hochdruckverfahren erhielt er mit Carl Bosch 1931 den Nobelpreis für Chemie.
Bei der Holverzuckerung gelang es ihm aus 100 kg Holz etwa 65 kg Zucker zu erhalten.
Nach 1933 erhielt sein Unternehmen Staatgelder, weil sein System die Autokratie des Deutschen Reiches stärken soll. Er trat der NSDAP bei und lernte führende Repräsentanten der Partei kennen.
Später verlies er Heidelberg und ging nach Berlin. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging er nach Spanien und 1947 nach Argentinien, wo er 1949 starb.

 

Zu seinen Vorfahren gehören Johannes Bergius (geb. 1587) in Frankfurt / Oder) der Hofprediger am Brandenburger Hof war.

 

Carl Julius Bergius (geb. 1804), Nationalökonom.

 

Der Straßenname wurde am 25.2.1950 beschlossen.

 

 

 

Besselstraße

 

Friedrich Wilhelm Bessel wurde am 22.7.1784 in Minden (Ost – Westfalen) geboren.
Bessel korrigierte die Annahme von Herschel, dass der Jupiter seinen maximalen Durchmesser nicht am Äquator hat. Er führte dies auf eine optische Täuschung zurück. Zur besseren Größenbestimmung von Sonnen, Monden und Planeten kaufte er bei Joseph von Fraunhofer ein Heliometer. Eine Pionierarbeit von Bessel war die zuverlässige Entfernungsbestimmung eines Fixsternes durch Messung der jährlichen Parallaxe, die schon u. a. von Kopernikus vermutet wurden. Das Prinzip der relativen Parallaxenmessung wurde von Galileo Galilei 1632 vorgeschlagen.
Bei Pendelmessungen mit einem Pendelapparat nahm er die Versuchsreihe von Isaac Newton auf.
Am 17.31846 starb er in Königsberg in Preußen.
Der Straßenname wurde am 8.1.1928 beschlossen.

 

 

 

(Buchheimer Straße)

 

(1895) führte von Kalk nach Buchheim

 

Heute Kopernikusstraße in Buchforst und die Verlängerung in Kalk ist die Wipperfürther Straße. Während der Planung des Kalker Feldes wurde der Name „Neue Wipperfürther Straße“ verwendet.  

 

Bunsenstraße

 

Die Bunsenstraße geht von der Heidelberger Straße ab und führt zur Rudolf - Clausius - Straße. Der Name wurde am o9.o4.1913 beschlossen.

 

Robert Wilhelm Bunsen, geb. 30.o3.1811 in Göttingen, gestorben 16.o8.1899 in Heidelberg. 
Bunsen entwickelte den nach ihm benannten Bunsenbrenner, der in chemischen und physikalischen Versuchen benutzt wird. Der Brenner kann Temperaturen bis 1.500 °C erreichen. Bunsen arbeitete auch mit Gustav Kirchhof zusammen.

 

 

 

Cusanusstraße

 

Als Nikolaus Cryfftz wurde er in Cues an der Mosel (heute Ortsteil von Bernkastel – Kues) 1401 geboren. 1416 studierte er an der Universität Heidelberg / Baden Philosophie. Bereits vier Jahre später studierte er in Padova (Padua) / Repùblica de Venessia (Venedig) Kirchenrecht und promovierte dort. Anfang 1425 war er wieder in Cues und schrieb sich im Frühjahr an der Universität Köln als Doktor des Kirchenrechts ein. In dieser Zeit erhielt er auch die Priesterweihe. In der Kölner Dombibliothek entdeckte er frühmittelalterliche Papstbriefe an die fränkischen Könige.
Auch trat er in die Dienste des Erzbischofs von Trier. Er nannte sich dann Nicolaus Treverensis (Nikolaus von Trier) bzw. Nicolaus de Cusa (Nikolaus aus Cues). Nikolaus beschäftigte sich auch mit Astronomie und wirkte an der Gregorianischen Kalenderreform mit. Bei der Nachfolge des Erzbischofs von Trier trat 1430 ein Streit auf, in dem Nikolaus für die Rechte der Laien eintrat und kein Bischof vom Papst aufgezwungen werden dürfe und der Papst sich an Konzilsbeschlüsse zu halten hat. 1436 wechselte Nikolaus auf die Seite der Minderheit, in der Hoffnung eine Wiedervereinigung der katholische mit der orthodoxen Kirche zu erreichen. 1450 wurde er als einziger Deutscher Kardinal. Am 24.12. desselben Jahres wurde er zum päpstlichen Legaten ernannt und mit außerordentlichen Rechten zur Kirchen- und Klosterreform im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Während er vorher diplomatisch auftrat, ging er jetzt hart und kompromisslos vor. Er warf den Juden Habgier und Wucher vor und forderte ihre Kennzeichnung durch sichtbare Zeichen an der Kleidung. [Kurt Flasch: Nikolaus von Kues. Geschichte einer Entwicklung. Frankfurt / Main, Seite 350f.] Nach dem er seinem Neffen Pfründe verschaffte und er die widersprechenden Domherrn exkommunizierte verbündeten sich die Gegner, von denen einige ihn auch mit Mord drohten, zog er sich im Juli 1457 zurück. Der neugewählte Pius II. ernannte ihn zum Legaten und Generalvikar im Kirchenstaat. Auf dem Weg sich um mittellose, erkrankte Kreuzfahrer zu kümmern starb er am 11.8.1464 in Todi / Kirchenstaat. Sein Leichnam liegt in der römischen Titelkirche San Pietro in Vincoli (St. Peter in den Ketten). Sein Herz ist, seinem Wunsch entsprechend, in der Kapelle des St. Nikolaus – Hospitals (Cusanusstift) in Kues. Das Hospital wurde von ihm und seinen Geschwistern gestiftet. 
Der Straßenname wurde am 9.1.1930 beschlossen.

 

 

 

 Dortmunder Straße

 

Die Großstadt Dortmund gehört zum Regierungsbezirk Arnsberg und wird 882 erstmals als Throtmanni erwähnt. 1236 wird Dortmund das erste Mal als Reichsstadt bezeichnet. Bei der Großen Dortmunder Fehde wurde Dortmund vom Erzbischof von Köln und seinen Verbündeten erfolglos belagert. 1806 wurde Dortmund ein Teil des Großherzogtums Berg. Im Jahr 1847 wurde die Stadt durch die Cöln – Mindener Eisenbahn ans Schienennetz angebunden.
Der Straßenname wurde am 9.4.1913 beschlossen.  

 

Eulerstraße

 

Leonard Euler wurde am 15.4.1707 in Basel geboren. Der Mathematiker und Physiker studierte in Basel erhielt für den Vergleich der newtonschen und cartesianischen Philosophie die Magisterwürde. 1727 ging er an die Petersburger Akademie der Wissenschaften. 1730 erhielt er die Professur für Physik und 1733 für Mathematik. 1741 wechselte er auf Wunsch von König Friedrich II. (der Große) an die königlich –preußische Akademie der Wissenschaften. 1766 wechselte er nach Petersburg zurück. Große Verdienste erlangte er bei Differential- und Integralrechnungen.
In der Mechanik arbeitete er in den Gebieten der Hydrodynamik und Kreiseltheorie (Eulersche Kreiselgleichungen).
In der Optik veröffentliche er Werke zur Wellentheorie des Lichts. Auf Grundlagen der Flugbahn Berechnungen von Galilei hat er das erste Lehrbuch für Ballistik herausgegeben. 

 

Johann Albrecht (27.11.1734 in St. Petersburg – 17.9.1800 in St. Petersburg) ältester Sohn von Leonard wurde Mathematiker und Astronom.

 

Christoph Euler (1.5.1743 in Berlin – 24.2.1808 in Rakalajoki / Rußland) wurde Oberstleutnant in der preußischen Armee. Nach Meinungsverschiedenheiten zwischen König Friedrich II. und seinem Vater Leonard Euler siedelte Christoph mit seinem Vater nach St. Petersburg. In der russischen Armee wurde bis zum Generalleutnant befördert. An der St. Petersburger Akademie verfasste er einige astronomische Fachaufsätze.

 

Der Straßenname wurde am 9.1.1930 beschlossen.

 

 

 

Fabriciusstraße

 

David Fabricius wurde als Sohn eines Schmieds am 9.3.1564 in Esens (Ostfriesland) geboren. Er besuchte die Lateinschule u. a. in Norden. In Braunschweig kam er mit Mathematik und Astronomie in Berührung. Nach Beendigung der Schule studierte er vermutlich in Helmstedt / Braunschweig und wurde Pastor in Resterhafe / Ostfriesland. Als Amateurastronom entdeckte er die Veränderlichkeit des Sterns Omikron im Sternbild Walfisch. Auf Grund des Verhaltens nannte er den Stern „res mira“, die „Wundersame“.  Auch die Meteorologie interessierte ihn und er schrieb seine Wetterbeobachtungen für Ostfriesland auf. 1589 fertigte er die erste gedruckte Ostfrieslandkarte an. 1603 wird er nach Osteel versetzt. 1611 kehre Johann Fabricius vom Studium zurück und beide beobachteten zusammen die Sonnenflecken. David ermittelte dadurch die Eigenrotationsdauer der Sonne.
Kurz vor seinem Tod predigte, dass er den Gänse- und Hühnerdieb kennt, aber den Namen nicht bekannt gibt. Sein selbst erstelltes Horoskop sah für den 7.5.1617 ein Unheil für sich voraus. Er verbrachte den Tag zu Hause. Abends ging er spazieren und wurde von einem Bauern erschlagen. Er fühlte sich als Dieb bloßgestellt und wollte ihn zum Schweigen bringen.   
Nach ihm ist ein Mondkrater benannt.

 

Der Ort Osteel in Ostfriesland hat in seinem blauen Wappen u. a. einen goldenen Hammer, der von einer goldenen Laubkrone überhöht ist. Dies weist auf David Fabricius hin. Fabricius bedeutet Schmied und der Vater von David Fabricius war Schmied von Beruf.

 

Johann(es) Fabricius war der älteste Sohn des Pastors und Astronom David Fabricius und wurde am 8.1.1587 in Resterhafe / Ostfriesland geboren. Er besuchte in Braunschweig die Lateinschule und sandte sein Vater die Wetterberichte zu. Nach Abschluss der Schule studierte auch er an der Universität Helmstedt. Allerdings Philosophie und Medizin. Im darauffolgendem Jahr wechselte er nach Wittenberg. Hier studierte er Grammatik, Dialektik, Rhetorik, Geometrie, Astronomie, Chronologie und Physik. Des Weiteren interessierte er sich auch für Astrologie und Wetterkunde. Ein weiteres Jahr wechselte Johann nach Leiden um Medizin zu studieren. 1611 ging er nach Wittenberg zurück und erwarb den Titel des Magisters für Philosophie. Mit einem erworbenen Fernrohr beobachtete er mit seinem Vater David die dunklen Flecken auf der Sonne. Hiermit stand sie im Gegensatz zur Lehrmeinung der römisch – katholischen Kirche, die die Sonne genauso wie, Maria, die Mutter Jesu, für unbefleckt hält.    
Johannes Keppler bedauerte den frühen Tod von Johann Fabricius am 10.1.1617 mit den Worten „begabten und eifrigen jungen Mannes, der durch seine Schrift über die Sonnenflecken weiterlebt“.

 

Der Straßenname wurde am 9.1.1930 beschlossen.

 

 

 

Fraunhoferstraße

 

Benannt nach dem am 6.3.1787 in Straubing an der Donau geborenen Joseph Fraunhofer, dessen Vater Glasermeister war. Nach dem frühen Tod seiner Eltern ging er in eine Spiegelschleiferlehre in München. Durch den Besuch der Sonntagsschule hatte er Zugang zu mathematischen und optischen Fachbüchern. Nach seiner Lehre ging er 1806 ins Mathematisch – Feinmechanische Institut in Reichenbach, welches astronomische und geodätische Instrumente herstellte. Im Folgejahr wurde die Werkstatt nach Benediktbeuern.  verlegt. Vier Jahre später wurde e dort Betriebsleiter. Er entwickelte neue Schleifmaschinen und optische Gläser. Fraunhofer verbesserte das in Großbritannien erfundene achromatische Linsenpaar, so dass Abbildungsfehler korrigiert werden konnten. Später entdeckte er die nach ihm benannten „Fraunhofer’schen Linien im Sonnenspektrum. Weiter erfand er das Spektroskop. Experimente führte er zur Brechung des Lichtes an optischen Gittern (Fraunhofer’sche Beugung) aus. Diese Erkenntnisse wurde auch für die Verbessrung der Gläser (Brechungsindex) genutzt. Für Fernrohre wurde die „deutsche Montierung“ entwickelt, die für kleine und mittlere Fernrohre und Teleskope noch heute meistens benutzt werden. In verschiedenen Abhandlungen beschäftigte er sich mit physikalischen Problemen, wie dem Mattwerden der Gläser und verschiedene Lichtphänomene. 
Optiker. Am 7.6.1826 starb er an Lungentuberkulose in München.
Ein Mondkrater und ein Asteroid wurden nach ihm benannt.
Der Straßenname wurde am 8.11.1928 beschlossen.

 

 

 

Galileistraße

 

Galileo Galilei wurde am 15.2.1564 in Pisa / Toskana geboren.
Galilei hat astronomische Beobachtungen festgestellt, die das Weltbild von Kopernikus (Erde dreht sich im sich selbst und um die Sonne) festigten. Hierin sah er auch die Ursache für Ebbe und Flut, die aber erst von Isaac Newton 1687 bewiesen wurden. Er erfand auch das Doppelfernrohr (Feldstecher, Opernglas). Fast zeitgleich mit Johannes Fabricius entdeckte er die Sonnenflecken. Galilei starb am 8.1.1642 in Arcetri bei Florenz.
Der Straßenname wurde am 9.1.1930 beschlossen.

 

 

 

(Grenzstraße)

 

(1901 / 34) - Weg führte auf der Ortsgrenze von Buchforst (Kalker Feld) und Kalk zwischen Waldecker Straße und Germaniastraße. In diesem Verlauf liegt heute die Stadtautobahn. (EB 55A und heißt offiziell Grenzstraßentunnel. Verbreiter Name ist Kalker Tunnel.  

 

 

 

Guerickestraße

 

Otto Gericke wurde am 20.11.1602 im Magdeburg geboren und starb am 21.5.1686 in Hamburg. Er studierte an der Artistenfakultät der Universität Leipzig und auch einige Zeit an der Universität Helmstedt. Später studierte er Jura an der Universität Jena und Leiden / Süd-Holland, wo er auch Festungsbau studierte. In Magdeburg wurde in den Rat der Stadt gewählt. Später war in diplomatischer Mission u. a. bei den Verhandlungen zum Westfälischen Frieden.
Ab ca. 1645 begann er mit Untersuchungen zur Pneumatik. Er gilt als Begründer der Vakuumtechnik.
In der Astronomie stellte er die Behauptung auf, dass die Wiederkehr sich von Kometen bestimmen lässt.
1666 wurde er durch Kaiser Leopold II. von Habsburg geadelt und der Familienname erhielt ein u. Er hieß nun Otto von Guericke. Hierdurch konnten in der Diplomatensprache, dem französischen der Name wie im deutschen ausgesprochen werden.  
Der Straßenname wurde am 8.11.1928 beschlossen.

 

 

 

Heidelberger Straße
 früher Weißenburger Straße
Die Straße zerteilt das Gebiet, welches 1897 /98 vom Buchheimer Hof gekauft wurde.
Die Straße wurde 1907 fertiggestellt, in deren Mitte die Vorortbahnlinie C von Cöln nach Bergisch Gladbach fuhr.
Früherer Straßenname: Buchheim - Deutzer Weg und Weißenburger Straße.

 

Die Heidelberger Straße (Gemeindestraße G 53) führt als Verlängerung der Karlsruher Straße von der Kalk - Mülheimer Straße in Buchforst zur Frankfurter Straße in Buchheim. Dabei kreuzt sie die Dortmunder und die Waldecker Straße. Weitere Nebenstraßen sind: Cusanus-, Herschel-, Fabricius-, Mesmer-, Kirchhoff- und Kopernikusstraße, sowie Bunsen- und
Rudolf - Clausius - Straße. Die Gütereisenbahnbrücke ist die Grenze zwischen Buchforst und Buchheim.
Heidelberg, Großstadt am Neckar in Baden - Württemberg. Im 3. Jahrhundert v. d. Z. von Alemannen gegründet. 1196 erstmals urkundlich erwähnt.
Johann Willhelm II. (Jan Wellem) von der Pfalz war Herzog von Jülich – Berg und Besitzer des Heidelberger Schlosses.
Der Name wurde am o9.o4.1913 beschlossen.

 

 

 

(Helmholtzstraße)

 

Hermann Ludwig Ferdinand Helmholtz, wurde am 31. 8. 1821 in Potsdam geboren und starb am 8. 9. 1894 in Charlottenburg bei Berlin). Er studierte am medicinisch – chirurgischen Friedrich – Wilhelm – Institut in Berlin und dort mit einer Arbeit in mikroskopischer Anatomie promovierte. Als Unterarzt arbeitete er an der Berliner Charité. Anschließend wurde er Militärarzt, bis er 1848 an der Berliner Kunstakademie Anatomie unterrichtete und danach eine Professur für Physiologie in Berlin annahm. Im Folgejahr wurde er Professor für Physiologie und Pathologie in Königsberg / Ostpreußen. 1855 nahm er den Lehrstuhl für Physiologie in Bonn an. 1858 – 1870 erster Inhaber eines Physiologielehrstuhl an der Universität Heidelberg.
Von 1879 bis 1883 arbeitet Heinrich Hertz bei ihm. In den Adelsstand wurde er 1883 gehoben. Von Helmholtz war neben Werner von Siemens (Schwiegervater seiner Tochter Ellen) einer der Initiatoren der Physikalisch – Technischen Reichsanstalt, deren erster Präsident er in Charlottenburg wurde.
Als außerordentlich vielseitiger Wissenschaftler interessierten ihn die Zusammenhänge zwischen Physik, Physiologie, Psychologie und Ästhetik. Er führte Untersuchungen über Gärung, Fäulnis und die Wärmeproduktion bei Lebewesen durch, um den Energieerhaltungssatz auszuformulieren. Den Energieerhaltungssatz von Julius Robert von Mayer hatte er nach eigenen Angaben nicht gekannt. Weiter beschäftige er sich mit den medizinischen Grundlagen der optischen und akustischen Physiologie, sowie der theoretischen Physik (Hydro- und Elektrodynamik.
Entwicklung des Augenspiegels zur Betrachtung des Augenhintergrundes.
Er führte den Begriff der freien Energie ein, um vorherzusagen, ob eine chemische Reaktion den Gesetzen der Thermodynamik möglich ist. (Gibbs – Helmholtz – Gleichung)
Die Helmholtz – Spule ist zur Erzeugung von Magnetfeldern.
Der Helmholtz – Resonator ist ein akustisches schwingungsfähiges System, welches einen luftgefüllten Hohlkörper mit Öffnung, zur Eigenfrequenz schwingt.
Weiterhin gibt es die Helmholtz – Differentialgleichung und das Überlagerungsprinzip nach Helmholtz in der Elektrotechnik.
1939 hat der NS – Bund Deutscher Technik vorgeschlagen, die Einheit der Frequenz nicht nach Hertz, sondern nach Helmholtz zu benennen, da Hertz jüdische Vorfahren hat. Die Abkürzung Hz wäre gleich.

 

Richard Wilhelm Ferdinand von Helmholtz wurde am 28.9.1852 als Sohn von Hermann von Helmholtz und Olga geb. von Velten in Königsberg / Ostpreußen geboren.
Er wuchs in Bonn und Heidelberg auf. Nach seinem Studium im Maschinenbau begann er 1876 als Konstrukteur von Dampflokomotiven. Auf Grund von wissenschaftlichen Untersuchungen zum Verhalten von Lokomotiven in Kurven und die Abnutzung von Rad und Schiene wurde das Krauss – Helmholtz – Lenkgestell entwickelt, welches bei vielen Lokomotiven zum Einsatz kam. Richard von Helmholtz starb am 10.9.1934 in München.  

 

Heute Bunsenstraße

 

 

 

Herschelstraße

 

Friedrich Wilhelm (William) Herschel wurde am 15.11.1738 in Hannover geboren. Sein Vater war Brite. Als französische Truppen 1757 Hannover besetzten, floh er nach Großbritannien, welches mit Hannover in Personalunion verbunden war. Zuerst wurde er Musiker wie sein Vater. Ab 1770 interessierte ihn die Astronomie immer mehr, die auch schon in seinem Elternhaus gepflegt wurde. Er beobachtete mit selbstgefertigten Fernrohren Monde, Planten und Kometen. Hierbei wurde er von seinem Bruder Alexander und seiner Schwester Karoline (Caroline) unterstützt.  Im Jahr 1781 entdeckte er den Planeten Uranus, den er zu Ehren des britischen Königs George III. als Georgium Sidus (Georges Gestirn) benannte. Später entdeckte er auch noch zwei Monde des Uranus, sowie zwei Saturnmonde. 1793 erwarb er die britische Staatsangehörigkeit und nannte sich William.
Im Jahr 1820 wurde er zum ersten Präsidenten der Astonomical Society gewählt.
Er starb am 25.8.1822 in Slough / Berkshire im Süden von England.

 

Caroline Lucretia Herschel wurde am 19.3.1750 in Hannover geboren. Wie ihr Bruder war sie musikalisch und astronomisch vom Elternhaus geprägt. Erst als Sängerin und später als Leiterin eines Chores. Dadurch, dass sie den Haushalt ihres Bruders führte, unterstütze sie ihn auch in der Astronomie.  Nach der Entdeckung des Uranus verabschiedete sie sich aus der Musik und wandte sich ganz der Astronomie zu und begann mit eigenen Forschung am Sternenhimmel.  Sie entdeckte Nebel und Kometen. Nach dem Tod ihres Bruders zog sie nach Hannover zurück. Hier setzte sie ihre Arbeiten fort und veröffentlichte die gemeinsamen Arbeiten mit ihrem Bruder bis sie am 9.1.1848 starb.

 

Der einzige Sohn von Wilhelm Herschel war John Frederick William Herschel (7.3.1792 in Slough– 11.5.1871 in Hawkhurst / Kent) wurde ebenfalls ein bedeutender Astronom, nach dem er vorher als Jurist tätig war. Er entdeckte, dass die Magellanschen Wolken aus Sternen bestehen. 1820 gründete er mit Charles Babbage und anderen die Astonomical Society, die 1831 in Royal Astonomical Society umbenannt wurde. Nach er Vervollständigung des Katalogs über den nördlichen Himmel, den sein Vater begonnen hat, reiste er nach Südafrika um dort ein Teleskop für weitere Arbeiten zu errichten. 
Er prägte die Begriffe „Photographie“, „Positiv“ und „Negativ“.

 

William James Herschel wurde am 9.1.1833 in Slough als drittes Kind von John Frederick William Herschel geboren. Er war der erste Europäer, der Fingerabdrücke unter Verträge zusätzlich zur Unterschrift verlangte. Er starb am 24.10.1917 in Hawkhurst, Kent.

 

Alexander Steward Herschel (1836 – 1907) Astronom, Sohn von John Frederick William Herschel

 

John Herschel (1837 – 1921) Astronom, Sohn von John Frederick William Herschel

 

John Herschel, Sohn von William James Herschel 

 

Ein Mondkrater wurde 1935, ein Marskrater 1973, ein Saturnmond 1982 und ein Asteroid 2000 nach Herschel benannt. Der ESA benannte 2009 ihr Weltraumteleskop ebenfalls nach Herschel.

 

Der Straßenname wurde am 9.1.1930 beschlossen.

 

 

 

Hertzstraße

 

Heinrich Rudolf Hertz wurde am 22.2.1857 in Hamburg geboren. Nach seinem Abitur am Johanneum in Hamburg ging er in ein Konstruktionsbüro nach Frankfurt. Sein Studium führte ihn nach Dresden, München und Berlin. An der Friedrich – Wilhelms – Universität promovierte er über die Rotation von Metallkugeln in einem Magnetfeld.  Er lehrte in Kiel und Karlsruhe. In dieser Zeit an der dortigen Technischen Hochschule konnte er als erster elektromagnetische Wellen bzw. Radiowellen nachweisen. Hierzu entwickelte er den Hertzschen Oszillator.  Durch die Entdeckung wurden die Grundlagen der drahtlosen Telegrafie und des Radios gelegt. Auch im Gebiet der Elektrooptik war er erfolgreich. Im Jahr 1889 wurde er Professor für Physik an der Rheinischen Friedrich – Wilhelms – Universität Bonn. Am 1.1.1894 starb er in Bonn. Beerdigt wurde er in Hamburg.
Die Frequenz erhielt die Einheit Hertz (Hz) und ist eine Schwingung je Sekunde.
1939 hat der NS – Bund Deutscher Technik vorgeschlagen, die Einheit der Frequenz nicht nach Hertz, sondern nach Helmholtz zu benennen, da Hertz jüdische Vorfahren hat. Die Abkürzung Hz wäre gleich.
Ein 1996 entdeckter Asteroid erhielt den Namen Hertz. 
Der Straßenname wurde 17.6.1927 beschlossen.

 

 

 

Hofmannstraße

 

August Wilhelm Hofmann wurde 1818 in Gießen / Oberhessen. Er studierte erst Rechtswissenschaften und dann Chemie. Seine Doktorarbeit hatte den Titel „Chemische Untersuchung der organischen Basen im Steinkohleteer“. Er war an den Vorbereitungen zu den Weltausstellungen 1851 und 1862 in London stark beteiligt.
!888 wurde er in den Adelsstand erhoben und hieß nun von Hofmann.
Das Poppelsdorfer Schloß in Bonn ließ er in ein chemisches Institut umbauen. 1865 wechselte er nach Berlin, wo er 1892 verstarb.

 

Albert von Hofmann, Sohn von August Wilhelm von Hofmann, geb. in Berlin war Historiker. Er verstarb 1940 in Berlin.

 

Der Straßenname wurde am 25.2.1950

 

 

 

(Humboldtstraße)

 

Die Straße führte Richtung Humboldt, einem rechtsrheinischen Vorort von Köln, der 1874 durch die Arbeiterhäuser der Maschinenbau AG Humboldt (später Klöckner – Humboldt – Deutz AG, heute Deutz AG), um die Wattstraße herum, entstanden ist. Die Humboldt – Kolonie wurde 1888 zusammen mit Deutz nach Köln eingemeindet.
1975 wurde Humboldt mit Gremberg zu Humboldt / Gremberg zwangsvereint.

 

Heute Waldecker Straße

 

 

 

Im Bischofsacker

 

Die Straße erinnert daran, dass das Kölner Domstift sehr viel Grundbesitz in der Gegen hatte. Der Buchheimer Hof, dessen Gebiet sich u. a. auf Buchheim und Buchforst ersteckte, gehörte dazu.
Die Straße führt von der Kalk – Mülheimer Straße Richtung Karlsruher Straße.
Der Straßenname wurde am 9.1.1930 beschlossen.

 

 

 

Kalk – Mülheimer Straße

 

Eine der ältesten Straßen, die Mülheim über Buchforst mit Kalk verbindet. Vor der Eingemeindung hieß die Straße auf Mülheimer Gebiet Kalker Straße.
Kalk wurde Anfang des 11. Jahrhunderts erstmalig erwähnt. Kalk könnte bedeuten, dass es am Rande einer feuchten Niederung lag (mittelhochdeutsch Kolk) oder das der Baustoff Kalk hier von den Römern gelagert wurde.
Ein Hauptwerk der Klöckner – Humboldt – Deutz AG (Heute Deutz AG) befand sich in Kalk.
Kalk erhielt 1877 einen Leitungswasseranschluss aus der Stadt Mülheim und 1880 wurde Kalk auch an das Abwassersystem Mülheims angeschlossen.
Zwischen Kalk und Deutz wurde 1877 die erste Pferdebahnlinie eingerichtet, die heute als erste Straßenbahnlinie in Köln bezeichnet wird. 1881 wurden die Stadtrechte verliehen.
1910 wurde Kalk nach Köln eingemeindet.
Bevor Buchforst als Ortsteil entstand, war der Planungsname Kalkerfeld.

Der Straßenname wurde am 9.4.1913 beschlossen.

 

 

 

Karlsruher Straße

 

Karlsruhe wurde auf Anordnung von Karl Wilhelm, Markgraf von Baden – Durlach gegründet. Die Grundsteinlegung des Schlosses am 12. Juni 1715 war auch die Grundsteinlegung für Karlsruhe. Nach der Vereinigung von Baden – Durlach und Baden – Baden wurde Karlsruhe 1771 Residenz der Markgrafschaft Baden. 1950 begann der Bundesgerichtshof mit seiner Arbeit und das Bundesverfassungsgericht im Folgejahr.
Der Straßenname wurde am 9.1.1930 beschlossen. Früher hieß sie Wörth – Straße.

 

 

 

Kasseler Straße

 

Die Kasseler Straße läuft von der Kalk - Mülheimer Straße über die Dortmunder Straße zur Waldecker Straße und hieß früher Stephanstraße. Der heutige Name wurde am o9.o4.1913 beschlossen.

 

Kassel ist eine Großstadt an der Fulda und an der Deutschen Märchenstraße in Nord - Hessen und im gleichnamigen Regierungsbezirk. Sie wurde 913 als Chassalla urkundlich erwähnt und erhielt schon 1170 die Stadtrechte. Seit 1277 ist dort der Sitz des Landgrafen von Hessen. Von 1803 - 1807 Hauptstadt vom Kurfürstentum Hessen. Von 1807 - 1813 gehörte es zum Königreich Westfalen. Von 1866 - 1944 war es Hauptstadt der preußischen Provinz Hessen - Nassau. In Kassel ist der Sitz der evangelischen Kirche von Hessen - Waldeck. Durch Eingemeindungen (z. B. Wilhelmshöhe) hat Kassel an Größe gewonnen. In den Fuldaauen war die Bundesgartenschau. Allerdings ist der Straßenbahn- und Busverkehr ab 20:00 Uhr auf einen 1/2 - Stundentakt ausgedünnt.

 

 

 

Kirchhoffstraße

 

Benannt nach dem Physiker Rudolf Kirchhoff. Geb. am 12.3.1824 in Königsberg / Ostpreußen. Während seiner Zeit in Heidelberg arbeitete er mit Robert Bunsen zusammen. Er starb am 17.10.1887 in Berlin.
Der Straßenname wurde am 9.1.1930 beschlossen.

 

 

 

Klaprothstraße

 

Martin Heinrich Klaproth wurde am 1.12.1743 in Wernigerode / Harz geboren. Nach der Stadtschule arbeitete er in verschiedenen Apotheken in Quedlinburg, Hannover, Berlin und Danzig. Nach der Rückkehr von Danzig nach Berlin konnte er durch den Tod des Apothekenbesitzers dessen Nachfolge antreten. Vorher war er bereits in die Freimaurerloge „Zur Eintracht“ aufgenommen.  In einem eingerichteten Labor konnte er experimentelle Untersuchungen durchführen. Nach seiner Heirat konnte er eine andere Apotheke erwerben. Nach 20 Jahren konnte er als Chemiker an der Akademie der Wissenschaften in Berlin arbeiten. Bereits seit 1787 arbeitete er u. a. nebenamtlich als Professor an der Berliner Artillerieschule. Die Mineralanalyse war sein Lieblingsgebiet. Auch die Bestimmung von verschiedenen Metallen in anderen Metallen stieß auf sein besonderes Interesse. Er entdeckte verschieden chemische Elemente und der Mellitsäure.
Ein Mondkrater ist nach ihm benannt.
Der Straßenname wurde am 9.1.1930 beschlossen.

 

 

 

Kopernikusstraße

 

Am 19.o2.1473 wurde Niklas Koppernigk (polnisch: Mikolaj Kopernik) in Thorn (Torun) / Kulmerland geboren. Der Astronom Nikolaus Kopernikus entdeckte, dass die Erde sich um die Sonne dreht und nicht umgekehrt. Aus Angst vor der römisch - katholischen Kirche ließ er die Unterlagen erst kurz vor seinem Tod (24.o5.1543) veröffentlichen. Galilei lieferte später die physikalische Realität.
Kopernikus formulierte als erste die Quantitätstheorie des Geldes, wonach durch die Zunahme der Geldmenge die Inflation entsteht.
In den Jahren 1526 und 1529 fertigte er Landkarten für Königreich Polen – Großfürstentum Litauen und für das Herzogtum Preußen an.

 

Verbindung zwischen Heidelberger Straße und Waldecker Straße. Nebenstraßen sind: Klaproth=, Galilei=, Cusanus=, Fabricius=, Mesmer= und Kirchhoffstraße.

 

Früher Buchheimer Weg / Straße. Der heutige Name wurde am o9.o1.1930 beschlossen.

 

 

 

Mesmerstraße

 

Franz Anton Mesmer wurde Am 23.5.1734 in Iznan (heute zu Moos am Bodensee) geboren. 1742 – 1746 erhielt er Musik- und Lateinunterricht im Kloster Grünenberg. Von 1746 – 1750 besuchte er das Jesuitenkolleg in Konstanz. Anschließend folgte von 1750 – 1754 das Studium der Logik, Metaphysik und Theologie an der Jesuitenuniversität Dillingen. In Ingolstadt studierte er ab 1753 Theologie, Mathematik, Philosophie, Physik, alte Sprachen und Französisch. 1759 zog er nach Wien um dort Jura und Medizin zu studieren. Sieben Jahre später erhielt er den Doktor der Medizin. Nach der Eheschließung zog das Ehepaar in ein Haus mit Labor, Praxis, großem Garten und Theater. Mesmer hörte 1774 von den Heilerfolgen durch Magnete. Er wendete sie an. Die Heilmethode wurde als sie bei einem Patienten nicht wirkte als Betrug bezeichnet. 1778 wechselte er nach Paris und wurde auch dort feindlich behandelt. Im nächsten Jahr zog er nach Spa in den spanischen Niederlanden und 1781 nach Paris zurück. Aber trotz Erfolge, die aber wegen fehlender Beweiskette abgelehnt wurden und der zu erwartenden Revolution reiste er über Großbritannien nach Baden. 1785 wurde durch Unterstützung des Markgrafen Karl Friedrich das magnetische Heilverfahren trotz Kritik anerkannt. Im Jahr 1788 wechselte Mesmer nach Karlsruhe. Fünf Jahre später war er wieder in Wien. Dort wurde er verhaftet und nach Baden verwiesen. Weiter ging es in das schweizerische Wagenhausen im Kanton Thurgau. Da die dortigen Ärzte die Methode wirkungslos einsetzen, hielten die Schweizer Ärzte auch nicht viel von ihm. Danach ging es weiter nach Paris, wo er gut zwei Jahre blieb bis er nach Versailles zog. Anschließend zog er 1809 nach Frauenfeld im Thurgau und hatte dort eine Praxis, in der arme Kranke unentgeltlich behandelte. 1812 zog er wieder nach Baden und zwar nach Konstanz. Seinen vorletzten Wohnsitz bezog er im Sommer 1814 in Riedetsweiler bei Meersburg am Bodensee. Von dort wurde er im Herbst in das Heilig – Geist – Spital in Meersburg eingewiesen und starb dort nach einem Schlaganfall am 5.3.1815.  
Der Straßenname wurde am 9.1.1930 beschlossen.

 

 

 

Newtonweg

 

Isaak Newton wurde 1642 in Woolsthrope – by – Closterworth in Lincolnshire / England geboren. Er studierte erst Jura. Seinen Durchbruch und Naturwissenschaftler folgten 1665.
Er stellte Theorien auf zur Infinitesimalrechnung, zum Licht und der Gravitation. 1669 wurde er Inhaber des Lucasischen Lehrstuhls für Mathematik. 1672 baute er ein Spiegleteleskop, welches später nach ihm benannt wurde. Er konzentrierte sich dann auf alchimistische Versuche. 1679 kehrte er zur Mechanik zurück. Mit seinen Forschungen vereinte er die von Galileo Galilei zur Beschleunigung, Johannes Keppler zu den Planetenbewegungen und Descartes zum Trägheitsproblem bekannten Forschungen zur dynamischen Gravitation zusammen.
Er verstarb 1727 in Kensington.
Der Straßenname wurde am 7.9.2005 beschlossen.

 

 

 

Pyrmonter Straße

 

Pyrmont wird 1184 erstmals urkundlich erwähnt. Bad Pyrmont wurde 1556 als Kurbad berühmt. Die Grafschaft Pyrmont fiel durch Erbschaft an die Grafen von Waldeck. Im Jahr 1914 erhielt der Ort den Namen Bad Pyrmont.
Der Straßenname wurde am 14.2.1929 beschlossen.

 

 

 

Robert – Mayer – Straße

 

Julius Robert Mayer wurde am 25.11.1814 als jüngster Sohn eines Apothekers in Heilbronn geboren. Nach dem Abitur studierte er Medizin in Tübingen und promovierte 1838. Für eine Fahrt nach Batavia in Niederländisch Ost – Indien (Heute Jakarta / Indonesien) ließ er sich als Schiffsarzt anheuern. Nach seiner Rückkehr wurde er Oberamtswundarzt in Heilbronn. Er vertiefte sein Wissen in die Wärmelehre und entwickelte den Ersten Hauptsatz der Wärmelehre, aus dem dann der Energieerhaltungssatz von Helmholtz entwickelt wurde. Auch konnte er den Zahlenwert des Wärmeäquivalents genauer festlegen.
Er setzte 365 kpm = 1 kcal und später auf 425 kpm. Die letzten Jahre praktizierte er als Arzt und starb am 20.3.1878 in Heilbronn. 
Der Straßenname wurde beschlossen am 8.11.1928

 

 

 

Rudolf – Clausisus – Straße

 

Rudolf Julius Emanuel Clausius wurde am 2.1.1822 im preußischen Cöslin (Köslin, heute Koszalin / Westpommern) geboren.  In Stettin besuchte er das Gymnasium und studierte dann in Berlin die Fächer Physik und Mathematik. 1847 promovierte er in Halle / Saale über optische Effekte in der Erdatmosphäre. Er lehrte erst am Friedrichswerderschen Gymnasium und anschließend an der Königlichen Artillerie- und Ingenieurschule und an der Universität. Alle drei in Berlin. 1855 ging er zur Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich. Danach wechselte er nach Würzburg / Franken und 1869 nach Bonn, wo er 1884/85 als Rektor der Universität amtierte.
Er entwickelte den zweiten Hauptsatz der Wärmelehre. Er behandelte die Entstehung des Regenbogens und das Phänomen des blauen Himmels.  Weitere Erkenntnisse vermittelte er für die Verdampfungslehre (Clausius – Clapeyron – Gleichung, Clausius – Rankine – Prozess) und die kinetische Gastheorie, sowie Elektrodynamik. Die größten Erfolge hatte er in der mechanischen Wärmetheorie (Thermodynamik) Er stellte fest, dass Wärme auch in eine andere Energieform gewandelt werden kann (Energieerhaltungssatz).
Seit 1935 gibt es einen Mondkrater mit dem Namen Clausius und 2002 wurde ein Asteroid nach ihm benannt.
Der Straßenname wurde beschlossen am 8.11.1928

 

 

 

(Stephanstraße)

 

Die Stephanstraße heißt heute Kasseler Straße läuft von der Kalk - Mülheimer Straße zur Waldecker Straße.

 

 

 

Voltastraße

 

Alessandro Giuseppe Antonio Anastasio Volta wurde am 18.2.1745 in Como / Chum (Österreich, Nord - Italien) geboren. Nach Wunsch seiner Eltern sollte er Jurist werden. Im Selbststudium beschäftigte er sich mit Literatur über Elektrizität.  Er erfand Elektrophor zur Erzeugung statischer Elektrizität und deren Transport. Für Experimente mit Gas entwickelte er die Volta – Pistole zum Entzünden von Gasen. Ähnlich wie bei Feuerzeugen. Die Volta – Pistole benutze er auch als Messgerät, um den Sauerstoffgehalt in Gasen festzustellen. (Eudiometer). 1777 traf er in der Schweiz den französischen Philosophen und Schriftsteller Francois – Marie Arouet, genannt Voltaire. Im Folgejahr wurde er zum Professor für Physik und Lehrstuhlinhaber an die Universität Pavia (Österreich, Lombardei) berufen. Dort erfand er ein Elektroskop zur Messung kleinster Elektrizitätsmengen. Durch die mengenmäßige Erfassung der Spannungseinheit (das Wort „Spannung“ wurde von ihm festgelegt). Luigi Galvani experimentierte mit einer Art von Kondensator. Volta hielt dieses Gerät für einen Detektor. Aus Voltas weiteren Untersuchungen entstand seine größte und erfolgreichste Erfindung. Die Voltasäule war die erst funktionierende Batterie.  Auf Grund dieser Erfindung konnten erst weitere Erforschungen auf elektro – magnetischem Gebiet durchgeführt werden. Napoleon Bonaparte ernannte ihn als italienischer König 1809 zum Senator und 1810 zum Grafen. Nach seinem Eintritt in den Ruhestand zog er sich auf seinen Landsitz nach Camnago, welches sich 1863 in Camnago Volta (heute zu Como gehörend) umbenannte. Am 5.3.1827 verstarb er in Como.
Die Maßeinheit für die Spannung wurde 1861 nach ihm benannt. Es folgten 1964 ein Mondkrater und 1999 ein Asteroid.  
Der Straßenname wurde am 9.1.1930 beschlossen.

 

 

 

Waldecker Platz

 

Der Waldecker Platz liegt im Norden von Buchforst in der Nähe der S - Bahnstation Buchforst. Von ihm gehen die Waldecker, Hertz-, die Rudolf - Clausius und die Bertoldistraße ab. Auf Grund des Beschlusses vom o9.o4.1913 wurde aus dem Humboldtplatz der Waldecker Platz.
Waldeck ist eine Stadt und Region am Edersee und gehört zum Landkreis Waldeck - Frankenberg. Ehemaliges Fürstentum.

 

 

 

Waldecker Straße

 

Die Waldecker Straße verläuft in Nordsüd - Richtung und teilt Buchforst. Sie führt Richtung Kalk und Humboldt und war geplant (1904) als Humboldtstraße. 
Der heutige Name wurde am o9.o4.1913 beschlossen. Die gesamte Straße war als Allee geplant. Heute trifft dies etwas nur für den Bereich zwischen Waldecker Platz und Heidelberger Straße zu.

 

 

 

Walter - Blickhäuser – Straße

 

Der Weg führt von der Kopernikusstraße Richtung Stadtautobahn zur Walter - Blickhäuser - Anlage. Evtl. nicht beschlossener Straßenname.
Walter Blickhäuser (*19.o1.1931) war Rektor der Gemeinschafts - Grundschule Ahl Wipp in Köln - Buchheim an der Alten Wipperfürther Straße 49. Er verstarb am 19.o2. 1989 nach über 20 Jahre Dienstzeit an der Schule.
Er war lange Jahre im Vorstand der DJK Rhenania Buchforst und Mitglied im Bürger- und Heimatverein Buchheim.

 

(Weißenburger Straße)

 

Mit der Fertigstellung der Vorortbahn wurde die Straße 1907 fertiggestellt.
Nach der Eingemeindung nach Köln wurde sie in Heidelberger Straße umbenannt.  
Die elsäßische Stadt Weißenburg (Wissembourg) liegt im französischen Departement Bas – Rhin).
Die Stadt entwickelte sich aus einem im 7. Jhd. gegründeten Kloster und war von 1306 – 1697 Reichsstadt. Im westfälischen Frieden wurde Weißenburg französisch. Am 4.8.1870 besiegten in der Schlacht bei Weißenburg preußische Truppen die Franzosen. Im Frieden von 1871 wurde das Elsaß und Lothringen dem deutschen Kaiserreich angegliedert. Nach dem ersten Weltkrieg fiel Weißenburg wieder an Frankreich. Während des zweiten Weltkrieges wurde das Gebiet von 1940 – 1945 vom Deutschen Reich annektiert. Seit Kriegsende gehört Weißenburg wieder zu Frankreich.  

 

 

 

Wildunger Straße

 

Bad Wildungen ist ein Heilbäderzentrum im Landkreis Wildungen – Frankenberg in Nordhessen und gehört zum Regierungsbezirk Kassel.
Um 800 wird Villa Wildungun erstmalig erwähnt. 1242 erhalten Nieder – Wildungen und 1362 Alt – Wildungen Stadtrechte. Auf Grund des thüringisch – hessischen Erbfolgekrieg erhält 1263 der Graf von Waldeck die Burg Wildungen. Seit 1906 wird das Bad im Namen geführt.
Der Straßenname wurde am 4.9.1939 beschlossen.

 

 

 

Wittener Straße

 

Witten liegt im Ennepe – Ruhr – Kreis und zum Regierungsbezirk Arnsberg. Sie grenzt an Bochum. Die erste urkundliche Erwähnung fand 1214 statt. 1675 erhielt Witten durch Kleve das Marktrecht durch den Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg. Bis 1806 gehörte Witten zur Grafschaft Mark. Von 1807 bis 1813 gehörte Witten zum Großherzogtum Berg. 1823 wurden die Stadtrechte verliehen.
Der Straßenname wurde am 25.1.1972 beschlossen.

 

 

 

(Wörth – Straße)

 

Wörth am Rhein liegt gegenüber von Karlsruhe am linken Rheinufer.
Erste urkundliche Erwähnung 1280 als Werde, am Wasser liegend. Später Wörth für Insel. Die Wörther mussten 1628 wegen einer Überschwemmungskatastrophe die Siedlung verlassen und ließen sich in Forlach nieder. Forlach wurde in Wörth umbenannt. Wörth gehörte zum Herzogtum Pfalz – Zweibrücken. 1816 an Bayern und 1946 zu Rheinland – Pfalz.
Nach dem Tod von Karl Theodor wurde das Herzogtum Berg von Herzog Maximilian von Pfalz – Zweibrücken regiert.  

 

Heißt heute Karlsruher Straße

 

 

 

Quellen:
- Archiv des Amtes für Liegenschaften, Vermessungen und Kataster
   Straßenbenennungen und Sonderprodukte – 23 – Herrn Wolfgang Buchholz
- Bericht über die Verwaltung und den Stand der Gemeindeangelegenheiten der
    Stadt Mülheim am Rhein von 1875 – 1901
- Bericht über die Verwaltung und den Stand der Gemeindeangelegenheiten der
    Stadt Mülheim am Rhein von 1901 – 1906 (1907)
- Bericht über die Verwaltung und den Stand der Gemeindeangelegenheiten der
    Stadt Mülheim am Rhein von 1906 -1911
- Niederschriften der Bezirksvertretung 9 – Köln-Mülheim

- Geschichte des jüngsten Vorortes der Stadt Köln von E. Platz, 1932