Sehenswürdigkeiten und alte Gebäude sowie Naturdenkmäler in Buchheim

Literaturhinweise

 

- Bilderstock

Ein Fußfall aus dem 17. / 19. Jahrhundert stand früher am Buchheimer Ring gegenüber der Einmündung vom Schlagbaumsweg. Im Sommer 2005 wurde er auf die gegenüberliegende Ecke in der Merheimer Heide verlegt. Der Fußfall (mit Simoni Weissagung) ist der Erste von einer Reihe von sieben Bilderstöcken. Der siebente (Grablegung Jesu), liegt an der Fußfall= / Ostmerheimer Straße. Alle anderen (sie wiesen auf die sieben Schmerzen Marias hin) sind nicht mehr erhalten. Sie standen entlang des Weges von der Herler Burgkapelle Johann von Nepomuk zur römisch - katholischen Kirche Sankt Gereon am von - Eltz - Platz in Merheim.

 

Buchheimer Hof (früher Domhof)

Am Kreuzungspunkt der Frankfurter (früher Hausnummer 284, heute 142 - 190) mit der Heidelberger Straße steht eine Stele, die auf den Platz des Buchheimer Hofes hinweist, der 1944 zerstört wurde. Der Buchheimer Hof (ein einfacher zweigeschossiger  Bau) an dieser Stelle wurde 1785 ein Jahr  nach dem Eisgang errichtet. Er lag an der Stelle, wo die Kleinbahn - Cöln - Bergisch Gladbach die Frankfurter Straße kreuzt. (heute Stadtbahnlinie 3) Der Vorgängerhof wurde 1784 beim fürchterlichen Eisgang zerstört. Nach Vermutungen konnte er auf dem gegenüberliegenden Gewerbegebiet gestanden haben. Andere Vermutungen weisen auf den Standort des Buchheimer Kreuzes hin, weil hier die Strunde vorbei floss.
Der Buchheimer Hof gehörte dem Cölner Domkapitel., welches diesen Hof dem Domküster überlies. Verwaltet wurde der Buchheimer Hof von den Rittern von Mülheim. 1803 wechselten die Besitzverhältnisse. Zum Buchheimer Hof gehörte auch eine Mühle und eine Hauskapelle.
Im Zeitalter des Beginns der Industrialisierung bildete der Buchheimer Hof eine landwirtschaftliche Oase. Zum Buchheimer Hof gehörten 300 Morgen Land.
1984 wird geplant eine Stele auf dem Grundstück des 1944 zerstörten Buchheimer Hofes zu errichten. Am 16.11.1985 wurde die vom Bürger- und Heimatverein gestiftete Stele eingeweiht.

 

Denkmäler

Wegekreuz (Buchheimer Kreuz) von1806 wurde an der Kreuzung der Frankfurter mit der Kirchgasse errichtet. 
1911 wurde das Buchheimer Kreuz auf die gegenüberliegende Seite zur Dückergasse  gesetzt. 
Um 1930 wird das Kreuz wegen der Kanalisierung der Strunde an die jetzige Stelle an der Arnsberger Straße vor die Kastanie gesetzt.
1979 wurde die Christusfigur erheblich beschädigt und später restauriert. Bereits 1981 wurde die Christusfigur wieder beschädigt.

Ein Fußfall (Bilderstock) aus dem 19. Jahrhundert stand früher am Buchheimer Ring gegenüber der Einmündung vom Schlagbaumsweg.

Ein vom Bürger- und Heimatverein gestiftete Stele an der Kreuzung Frankfurter Straße 142 / Heidelberger Straße, weist auf den Standort des Buchheimer Hofes hin.

 

- Eisenbahnbrücken über die Bergisch Gladbacher Straße

Der gesamten Personen- und Güterverkehr der Eisenbahn zwischen Deutz und Leverkusen / Ruhrgebiet verläuft über die von 1906 bis 1908 erbaute Brücke.

 

- Fabrikhalle

Frankfurter Straße 142 - 190 / Heidelberger Straße

Die Werkhalle der ACLA - Werke wurde um 1925 erbaut.
Auf diesem Gelände wurde später eine Stele zur Erinnerung an den Buchheimer Hof aufgestellt.

 

- Faulbach

Der Faulbach entwässert das Merheimer Bruch und fließt über Holweide nach Buchheim. Bevor er Buchheim erreicht hat, unterquert er die Strunde. Zwischen den Wiesen gelangt er zum Buchheimer Ring. Kurz bevor er diesen unterquert, zweigt ein Verbindungskanal zur Strunde ab. Weitgehend parallel verläuft das Bachbett zum Buchheimer Ring. Im Kreuzungsbereich mit der Straßenbahn und der Herler Straße wurde das Bachbett im Zusammenhang mit dem Stadtbahnbau verändert. 2014 wurde der Verlauf des Bachbettes zwischen der Herler und der Wuppertaler Straße etwas naturalisiert.  Ab der Kreuzung mit der Wuppertaler Straße verläuft die Bachrichtung parallel zur Wichheimer Straße Richtung Nordwest. In Höhe der Stegwiese und Am Steinbergsweiher gelangt der Faulbach in die Kanalisation. Früher war dies erst kurz vor der Bergisch Gladbacher Straße. Davor (1895) floss der Bach zwischen Piccolominischen Weg (heute Mülheimer Ring) und Karlstraße (heute Carlswerkstraße) unterquerte die Schanzenstraße die Eisenbahnlinien und die Berliner Straße. Zwischen Bergstraße (heute Rixdorfer Straße) und Thalstraße (heute Thiefenthalstraße) weiter und unter Eisenbahn (heute Clevischer Ring) und Düsseldorfer Straße her zur heutigen Straße Am Faulbach. Viel früher floss der Bach von Merheim zum Emberg und weiter nach Wiesdorf in einem alten Rheinbett. 
Wegen der Hochwasserschäden wurden der Verlauf wie zuvor Beschrieben künstlich ab Merheim geändert.

Für den Namen Faulbach gibt es zwei Erklärungen
1. auf Grund des geringes Gefälle konnte er keine Mühlen antreiben
2. da er das Bruchgelände entwässerte roch er nach faulem Wasser.

 

- Feuerwache

Bergisch Gladbacher Straße 179 / Mülheimer Ring 1

Feuerwache für den Stadtbezirk Mülheim.

An dieser Stelle stand das Geburtshaus des Volks- und Karnevalssänger Willy Ostermann. An der Seite zum Mülheimer Ring ist eine Gedenktafel angebracht.

 

- Fort

Um das rechtsrheinische Köln wurde in der Zeit von 1877 bis 1881ein äußerer Festungsgürtel (im Radius von ca. 6,5 km um den Dom) errichtet. Mit dem äußeren Festungsgürtel im linksrheinischen beträgt die Länge etwa 42 km. Die in den Festungsanlagen erbauten Forts mit normalerweise zwei Zwischenwerken waren als Kehlkasernen angelegt. Kehlkasernen sind Kasernen, die an der feindabgewandten (rückwärtigen) Seite einer Festungsanlage errichtet wurden. Durch (Militär-) Ringstraßen wurden die Verteidigungsanlagen miteinander verbunden. 1885 wurde die Bauten verstärkt, um vor den neuen Granaten geschützt zu sein. In der Zeit von 1887 - 1891 wurde nochmals Verstärkungen vorgenommen. Als die Fernsprecher eingeführt wurden, wurden auch die Forts und Kasernen untereinander verbunden. Nach dem verlorenen 1. Weltkrieg mussten die militärischen Teile der Fortanlagen zerstört werden. Die Unterkunftsbereich durften erhalten bleiben und wurden oft in die für sportliche Einrichtungen genutzt.

Zwischenwerk Xc liegt am Schlagbaumsweg / Buchheimer Ring in der Merheimer Heide und ist nur noch in Resten vorhanden. Früher spielte die DJK Viktoria Buchheim auf dem Platz vor dem Fort. Im Fort waren damals die Pferdeställe untergebracht. Beim Anlegen der Grünanlage wurde ein Weiher angelegt, der beim Bau der Autobahn Oberhausen - Frankfurt (BAB 3) entwässert und verkleinert wurde. Heute Turnierplatz des Reitervereins.
Foto von 1964 auf dem im Hintergrund das Fort, vor seiner Zerstörung erkennbar ist

Zwischenwerk XIa liegt am Herler Ring / Bergisch Gladbacher Straße und ist noch gut erhalten, wurde aber verändert (Turnerheim / Geschäftsstelle des MTV).
Das Gebäude wird seit 1927 vom Mülheimer Turn Verein von 1850 (MTV) und später auch von einer Gaststätte genutzt.
Ansicht von 1976

Das Fort XI liegt an der Piccoloministraße / Mülheimer Ring und zeigt die Große einer Kehlkaserne.
Das Fort wurde 1877 - 1880 errichtet. Bei diesem Fort ist als einziges noch das Wachhaus am Eingang erhalten (kann heute als Partyraum gemietet werden).
Die Schleifung der Anlage wurde 1921 vorgenommen und die Umgebung eingeebnet. 1928 wurde die Grünanlage angelegt.
Heute wird die Anlage vom Kulturförderverein Fort XI e. V. genutzt.
Ansicht von 1976

Zwischenwerk XIb liegt an der Cottbuser Straße / Berliner Straße in Mülheim.
 Das Fort wurde 1877 - 1880 errichtet. 
Die Schleifung der Anlage wurde 1921 vorgenommen und die Umgebung eingeebnet. 1928 wurde die Grünanlage angelegt. Leider ist von dem damaligen Park nicht mehr viel zusehen.

 

° evangelischer Friedhof Mülheim, Bergisch Gladbacher Straße 86 / Montanusstraße / Mündelstraße

Auf dem Friedhof ist eine Erinnerungstafel an die Familie Leverkus (Carl 1804 - 1889, Apotheker, Farbenfabrik wurde von Bayer übernommen) und die Grabstätten der Familie Eulenberg, Kunz, Rhodius, Andreae (Seiden- und Samtwebereifabrik in Mülheim) und Schwartner (ehem. Baustoffunternehmer in Buchheim, Gelände zwischen Alte Wipperfürther Straße und Guilleaumestraße). Außerdem befinden sich hier mehrere Grabstätten der evangelischen Pfarrer.

° römisch - katholischer Friedhof Mülheim - Buchheim, Sonderburger Straße

Auf dem Friedhof Sonderburger Straße steht die Kapelle, in deren Mauerwerk die Reste (romanische Apsis) der alten Buchheimer St- Mauritiuskirche (vor 1160 erwähnt) eingearbeitet wurden. 
Die Kirche soll im Truchseßschem Krieg (1583 - 1589) kurzfristig evangelische gewesen sein. Am 16. September 1583 brannte die Pfarrkirche ab. Der Turm und das Dach waren vernichtet. Der Kölner Domküster lässt die Kirche wieder aufbauen. Ende des 18. Jh. verfiel der Bau immer mehr. Was unverständlich ist, da der Friedhof als der schönste Punkt der Gegend bezeichnet wurde. 1830 wurde das Langhaus abgebrochen. Um 1849 schaffte man die Trümmer vom Friedhof und das Chor wurde in die Kapelle eingearbeitet. .
1928 wurde der Eingangsbereich mit Krieger - Ehrenmal errichtet. Sehenswerte Figuren und Grabsteine.

 

° städtischer Friedhof Mülheim, Frankfurter Straße 293 - 297 in 51 103 Köln - Höhenberg

Das Grundstück in der Größe von 19 ha 78 a 40 m² wurde für 421.909,69 Mark gekauft.
Das Verwaltungsgebäude des Mülheimer Friedhofs wurde 1903 errichtet und am 30. o9.1904 wurde der Friedhof (ca. 4,4 ha) eingeweiht.
Zu diesem Zeitpunkt gehörte der größere Teil des Friedhofes zu Mülheim - Buchheim. Die anderen Teile gehörten zu Wichheim, Schweinheim und Merheim.
Im Abschnitt G steht der Grabstein von Karl Riotte, Bürgermeister + o1.o7.1913 und an andere Stelle von Barthel Gödde.

 

- Gebäude

° Alte Wipperfürther Straße 59 - 71

    Wohngebäude 1925 / 1928 von der GAG gebaut. Bildet mit den Häusern Caumannsstraße 19 - 27, Im Leimfeld 2 und Herler Straße 20 - 30 eine bauliche Einheit  mit Innenhof (Carlswerkskolonie) Diese wurden abgerissen und durch Neubauten ersetzt. Die Figuren über den Eingängen sind heute neben dem Hausangang an der Ecke zur Herler Straße erhalten geblieben. 

° Alte Wipperfürther Straße 54

    Wohngebäude um 1880 mit Stuckfassade.

° Alte Wipperfürther Straße 56 und 60

    Wohngebäude um 1890 mit Stuckfassade errichtet. Teilweise modernisiert.

° Alte Wipperfürther Straße 62 und 64

    Wohngebäude um 1900 mit Stuckfassade gebaut. Teilweise umgebaut.

° Alte Wipperfürther Straße 74, 76 und 78

    Wohngebäude mit Stuckfassade. Bei Hausnummer 74 mit Jahreszahl 1905

° Bergisch Gladbacher Straße 174

    Wohngebäude zwischen 1895 und 1900 mit Stuckfassade gebaut

° Bergisch Gladbacher Straße 176

    Wohngebäude mit Stuckfassade um 1900 gebaut. Geschäftsbereich im Erdgeschoss umgebaut.

° Bergisch Gladbacher Straße 178

    Wohngebäude mit Stuckfassade und Inschrift von 1902

° Bergisch Gladbacher Straße 180

Gebäude mit Mansardedach und Stuckfassade erbaut um 1905. 

° Bergisch Gladbacher Straße 184

    Wohngebäude mit Stuckfassade, erbaut um 1870 - 1880.

° Bergisch Gladbacher Straße 250

    Das Gaststättengebäude auf der Bergisch Gladbacher Straße 250 beherbergte früher das Restaurant "Ockenfels" und später die Gaststätte "Zur Tränke".
    Seit Jahren steht das Gebäude leer und ist eine Pizzeria.

 

°° Guilleaumestraße 23 und 25

    Das Doppelhaus mit Giebel und Erker, sowie Stuckfries wurde um 1925 erbeut.

° Herler Straße 20 - 30

     Wohngebäude um 1925 gebaut. Bildet mit den Häusern Alte Wipperfürther Straße 59 - 71, Im Leimfeld 2 und Caumannsstraße 19 - 27 eine bauliche Einheit mit Innenhof. (Carlswerkskolonie)

° Kniprodestraße 2 / Herler Straße 45

     Eckhaus mit Backsteinfassade und eckturmartige Erhöhung. Erbaut um 1925 - 1930

° Wichheimer Straße 1 - 27 und 2 - 48

    Die fast völlig geschlossene Einheit ist um 1900 erbaut worden. Die meisten Gebäude sind Backsteinbauten mit Stuckfassade Teilweise wurden 
    Umbauten vorgenommen.
    Hausnummer 1                  um 1870 - 1880
    Hausnummer 3                  um 1880 - 1890
    Hausnummer 5 - 7             um 1900
    Hausnummer 2 - 4                   19. Jahrhundert 
    Hausnummer 12, 14, 16    um 1905 - 1910
    Hausnummer 18                um 1890
    Hausnummer 20 - 30        um 1880 - 1890
    Hausnummer 32                um 1880 - 1890, Backsteinfassade, zweifarbig übermalt
    Hausnummer 34                um 1880 - 1890
    Hausnummer 36 - 40        um 1900
    Hausnummer 42 - 44        um 1900
    Hausnummer 46                um 1890 - 1900

 

- Grünanlagen

Caumannsplätzchen, wurde durch die Umbauarbeiten des GAG - Carlswerkviertel beseitigt.

Guilleaumeplätzchen, wurde u. a. durch Mitwirkung des Bürger- und Heimatvereins Buchheim und Anwoghnern neugestaltet.

° Fort und Zwischenwerke

Fort XI an der Piccoloministraße / Mülheimer Ring
Die Schleifung der Anlage wurde 1921 vorgenommen und die Umgebung eingeebnet. 1928 wurde die Grünanlage angelegt.
Ansicht von 1976

Zwischenwerk XIc Schlagbaumsweg
Foto von 1964. Heute steht von dem Zwischenwerk nur ein kläglicher Rest.

Zwischenwerk XIa mit Sportanlage (Mülheimer Turnverein) am Herler Ring. Barthel Gödde setzte sich 1927  bei der Kölner Stadtverwaltung dafür ein, dass das frühere Fort einschließlich des anschließenden Geländes vom Mülheimer Turnverein genutzt werden konnte. Das Turnerheim in der Zwischenwerk - Anlage, in dem die Geschäftsstelle des Mülheimer Turnvereins Köln von 1850 sitzt, wurde nach ihm deshalb benannt.

Ansicht von 1976

Grünanlage um die Herler Mühle

Merheimer Heide

Park um Haus Herl

Park um Villa Hahnenburg

 

- Haus Herl (Herler Burg)
        liegt am Buchheimer Ring

Herl = Herll = Hernin = Hörnlin = Hirsch; oder Horl = Sumpf
Burg Herl gehört zu den ältesten Tiefburgen, evtl. aus dem 6. Jh. Der alt - fränkische Lehnhof zählte zur Zeit von Ludwig dem deutschen (843 - 876) zu den königlichen Höfen. Von hieraus wurde eine Honschaft (einem Teil des Deutzgau) verwaltet.
Die Wasserburg wurde in die Nähe das Strunderbach gelegt, damit dieser den Wassergraben füllt.
Die erste urkundliche Erwähnung von  Hof Herl (Herine) und Kapelle war durch eine Schenkungsurkunde vom o3. Januar 1025 belegt. Den Besitz hatte ein Wicher. Durch seinen Tod fiel der Besitz an den König Konrad II.
1147 wird Herl als Herne bezeichnet.
Von 1299 - 1391 bestand ein Hofverband Haus Herl mit dazugehörigem Hofgericht., zu dem wohl Güter in Wichheim, Merheim, Brück, Schweinheim, Stammheim und Mülheim gehörten.
Zum Hofverband mit Hofgericht Herl gehörten die Bereiche Merheim, Wichheim, Brück, Mülheim, Schweinheim, Stammheim 
1403 wurde Herl bergisches Lehn (bis 1646).
In der Erbteilbeschreibung der Anne Stael von Holstein wird Gebiet von 1589 erwähnt: Wichheimer Mühlengarten, Herler Kirchweg, Faulbach, Buchheimer Feld, Wichheimer Kirchweg, , Paradies, Herler Kamp u. a. 

Das Herrenhaus mit Eckturm und Portal wurde von Matthias von Nagel errichtet, dessen Familienwappen an der Wand angebracht ist, ebenso die Jahreszahl 1663. 
Die Vorburg ist älter als die Hauptburg. Das zweigeschossige Herrenhaus hat ein hohes Walmdach 
Der Burggraben wurde im 19. Jahrhundert erweitert.
Auf dem Wirtschaftsgebäude, welches aus Backstein besteht, ist die Inschrift von 1876 zu finden. 
Von hier aus werden die Felder der Umgebung bewirtschaftet. Früher wurde auch noch Viehzucht (Rinder) betrieben. Heute sind Pferde und Federvieh noch anzutreffen.
Ansicht von 1976

Auf dem Gelände liegt noch die Burgkapelle Johann von Nepomuk von ca. 1750. Der Vorgängerbau wurde bereits um1589 als baufällig bezeichnet. Die Kapelle hat die Form eines länglichen Achtecks. Von den beiden Türen diente eine den Gutsherren und die andere den Besuchern zum Betreten der Kapelle. 1909 wurde die Kapelle erneuert.
Im Park, der im 18. Jh. angelegt wurde, befindet sich eine Barockfigur des Heiligen Nepomuk.
Die Burgkapelle gehört heute noch zur römisch - katholischen Pfarrei Merheim.

Während Herl heute noch zur römisch - katholischen Gemeinde Sankt Gereon in Merheim gehört, ist es politisch von der Gemeinde Merheim zum Ortsteil Buchheim gewechselt.

 

- Herler Mühle

    Die Herler Mühle liegt am Buchheimer Ring 87 / Ecke Schlagbaumsweg und wurde am 29.11.1381 vom Haus Herl verkauft. Der jetzige Bau
entstand im 18. Jahrhundert. Das Fachwerkwohnhaus und das Mühlengebäude (Mahl- und Ölmühle) aus Backstein bilden eine geschlossene Hofanlage. Das noch vorhandene Mühlrad, welches früher vom Strunderbach angetrieben  wurde, ist vom Buchheimer Ring aus zusehen.
Die Gebäude sind teilweise Anfang des 21. Jh. umgebaut.

 

Kindertagesstätten

An Sankt Theresia

Am Steinbergsweiher

Dellbrücker Straße / Stegwiese

Guilleaumestraße
Foto von 1968.

Johanniterstraße

Malteserstraße

 

- Kirchen

° Sankt Mauritiuskirche
 Alte Wipperfürther Straße 55 / Caumannsstraße / Guilleaumestraße

 Als Ersatz für die römisch - katholischen Kirche auf dem Friedhof an der Sonderburger Straße wurde am 10. Juni 1894 der Grundstein für die neue römisch - katholische Pfarrkirche gelegt. In der Nacht vom 12. auf den 13. November 1894 wurde das noch nicht fertige Hauptschiff durch einen Sturm umgeworfen.  Der Dechant Johann Hubert Caumanns hat sich sehr für die neue Buchheimer Kirche eingesetzt. Am 27. Mai 1896 wurde sie eingeweiht. Wie viele Kirchen in Köln, wurde auch diese Kirche nach der Fertigstellung des Kölner Domes in neugotischem Stil gebaut. Die dreischiffige Hallenkirche ist ein Backsteinbau. Der Turm steht an der Nordseite mit achteckigem Turmhelm. Aus dieser Zeit stammen noch zwei Kommunionbänke, ein Bild von Judas Thaddäus und ein Taufstein (von 1896), der von der Aktienbrauerei Börsch und Hahn gestiftet wurde. Die handgeschnitzte Kanzel war ein Geschenk von Kommerzialrat Theodor Guilleaume.
Folgende Gegenstände sind von 1895 noch erhalten: Ziborium und zwei Kelche. Von 1896 ist die neugotische Monstranz. Oben ist Maria, Jesu Mutter von zwei Engeln eingerahmt. Weitere Personen werden dargestellt: Johannes der Täufer, Joseph, Ludwig und Mauritius.
Von 1896 sind wenige Kommunionbänke, Kniebänke und Sedilien erhalten.
1901 erhalten die Kirchtürme ihre Uhren. Aus dieser Zeit stammen auch ein Kelch mit der Darstellung der vier Evangelisten. Elisabeth Breuer setzte sich sehr stark für die Mauritiuskirche ein. Von ihr wurde der Altar der "Heiligen Familie" gestiftet.
Aus dem Jahr 1903 stammen eine Monstranz mit Darstellung des Mauritius, die 1996 restauriert wurde. Von 1909 ist ein neugotischer Kelch vorhanden. Ein weiterer Kelch ist von 1912
Die Pieta wurde 1920 vom Bildhauer MatthiasModemann geschaffen. 1921 wurde die Kriegergedächtniskapelle von M. Modemann gestaltet. 1922 bestellte, auf Antrag des Stadtrates Gödde, der Kirchenvorstand neue Glocken in Apolda / Thüringen. Die Carlswerke beteiligten sich an der Finanzierung. 1924 wird die Kaplanei begonnen. 1937 wird eine Strahlenmonstranz und ein Bild der Judas Thaddäus zu einem Silbernen Priesterjubiläum gestiftet. 1939 wird der Kreuzweg eingeweiht. Das Vortragekreuz ist von Ostern 1942.
Im Mai 1942 wird die Kirche durch Bomben zerstört. 1986 - 1992 renoviert. Bild von 1968 von Osten und Westen.
Nach dem zweiten Weltkrieg wurden folgende Gegenstände geschaffen: Figur des Josef, Marienstatue, Kelch, Zelebrationsaltar, Fenster, Orgel und ein Abschlussgitter. 1991 wurde ein Beichtstuhl von 1876 der Gemeinde überlassen. Die Osterleuchter von 1900 wurden 1994 gestiftet.

° Sankt Theresia
An Sankt Theresia / Bergisch Gladbacher Straße / Johann - Stumpf - Straße
    Die römisch - katholische Kirche wurde 1955 /56 Jahre im modernen Stil gebaut. Dieser Bereich gehörte damals nach der römisch - katholischen Aufteilung noch zu Mülheim (Liebfrauenkirche).
Bild von 1968.

° Wuppertaler Straße 11

    Die Neuapostolische Kirche wurde um 1970 erbaut.

° Kreuzkirche
Wuppertaler Straße 21 (früher Alte Wipperfürther Straße 217) / Dellbrücker Straße

1961 wurde mit dem Bau der evangelischen Kirche begonnen. 1962 (3. Adventssonntag) wurde die Kirche eingeweiht.    
Der zur evangelisch - unierte Kirche gehörende Turm und das Pfarrhaus wurden 1964 fertig gestellt. Der Kirchturm steht wenige Meter neben dem Kirchengebäude. Die Kirche ist nach einem Entwurf des Architekten Esch erbaut worden. Das fünfeckige Gebäude wird aus rohen unverputzten Ziegelwänden gebildet und bietet 330 Menschen einen Sitzplatz. Die Vorderfront besteht aus ineinander geschachtelte verglaste Betonteile. Der Haupteingang ist durch ein säulentragendes Dach geschützt. In der Innenseite ist eine Regenrinne. Altar, Kanzel und Taufbecken sind auf einander abgestimmt. Hinter dem Altar hängt ein schlichtes Holzkreuz.
1968 Blick auf die Kreuzkirche von Nordosten

Burgkapelle Johann von Nepomuk auf dem Gelände von Haus Herl

 

- Küsterhaus

Das Küsterhaus der Mauritiuskirche in der Caumannsstraße 16 wurde um 1920 - 25 gebaut. Es besitz eine Backsteinfassade und ein Mansardendach.

 

- Naturdenkmäler

Platane Frankfurter Straße / Guilleaumestraße / Alte Wipperfürther Straße

 

Kastanienbaum (Die Kastanie gehört zur Familie der Buche) Frankfurter Straße / Arnsberger Straße / Dückergasse mit Wegekreuz (Buchheimer Kreuz) von1807 in Erinnerung an die Goldene Hochzeit vom Vorjahr. 1911 wurde das Buchheimer Kreuz auf die gegenüberliegende Seite gesetzt. Um 1930 wird das Kreuz wegen der Kanalisierung der Strunde an die jetzige Stelle neben die Kastanie gesetzt.
Es gibt auch Behauptungen, dass das Buchheimer Kreuz an der Stelle steht, wo der alte Buchheimer Hof stand

Merheimer Heide
Merheim = Haus am See (Maar)
Die Merheimer Heide erstreckt sich über Buchheim Holweide, Merheim und Höhenberg. Durch Bebauung wurde sie in Holweide und Merheim (östliche Teil der Heide) stark in Mitleidenschaft gezogen. Vor dem Ersten Weltkrieg war dort ein Garnison - Exerzier - Platz.  In den 1920er Jahren wurde ein künstlicher Teich angelegt und der Schlagbaumsweg wurde nach Norden verlegt. Mit dem Bau der Reichsautobahn (1936 - 1940)  wurde dieser wieder trocken gelegt und stark verkleinert. Diesen kleinen Teil benutzen heute die Reiter zum Trainieren und für Wettkämpfe. Die Reichsautobahn teilte die Merheimer Heide in einen westlichen und östlichen Teil. Durch den Bau der Autobahn wurde der Schlagbaumsweg über eine Brücke geführt, die noch etwas nördlicher lag als die Straße. Durch den Bau der Bundesautobahn A4 und der Stadtautobahn wurde dann die Heidenteile noch in jeweils einen nördlichen und südliche Teil getrennt. 
Außerdem wurde durch den Bau des Autobahnkreuzes Köln – Ost die Brücke des Schlagbaumsweg  noch weiter nach Norden verlegt, sodass heute noch stärkere Kurven vorzufinden sind.

Im Süden ist der größere Teil in Höhenberg. Er erstreckt sich vom Merheimer Heideweg im Süden bis zur Stadtautobahn im Norden, sowie vom Höhenberger Ring im Westen bis zur Bundesautobahn A3 im Osten.
Der mittelgroße Teil liegt auf Buchheimer Gebiet zwischen dm Buchheimer Ring und der Bundesautobahn A3 im Osten, sowie dem Schlagbaumsweg im Norden und der Stadtautobahn im Süden.
Auf diesem Teil befinden sich noch die Reste der Fortanlage (Zwischenlager) Xc. Davor ist ein Fußballplatz, der früher von Viktoria Buchheim genutzt wurde. Hinter dem Fort hat der ländliche Reiterverein seine Reitställe und -hallen mit Gastronomiebetrieb "Reiterstübchen Sankt Georg". Ganz im Westen liegen die Kleingartenanlagen  "Grüner Weg" und "Merheimer Heide". An die Kleingartenanlagen reiht sich ein kleines Wäldchen an. Ein Wetterunterstand an der Wegkreuzung ist von der Bezirksvertretung Köln - Mülheim abgelehnt worden. 

 

Paradies

Die Bezeichnung "Im Paradies zu Buchheim" erscheint erstmalig schriftlich 1678.
Östlich der Johanniterstraße zwischen Herler Straße und Malteserstraße liegt die Paradieswiese.
Es war auch geplant, eine Paradiesstraße von der heutigen Wuppertaler Straße parallel zur Johanniterstraße bis zur Frankfurter Straße zu bauen.
1976 plante die Verwaltung eine Verbindungsstraße von der Heidelberger Straße zum Schlagbaumsweg durch die Paradieswiese zu führen.

 

 

- Pfarrhaus

Alte Wipperfürther Straße 53

Das Pfarrhaus von Sankt Mauritius ist um 1890 mit Backsteinfassade und Giebelgeschoss erbaut worden.

 

- Schulgebäude

° Alte Wipperfürther Straße 49 / Guilleaumestraße 14

Das Schulgebäude mit Backsteinfassade und zwei Seitenflügeln wurde 1865 begonnen. 1869 wurde mit dem Schulunterricht begonnen.1876 findet die erste, 1880 die zweite und 1895 / 97 die dritte Erweiterung statt. Der Wert des Schulgebäudes einschließlich des Spritzenhauses wird Anfang des 20. Jh. auf 273.500 Mark festgelegt.1917 wird der Schulunterricht wegen Kohlemangel geschlossen. 1918 besetzen britische und neuseeländische Truppen die Schule. 1930 wurde ein zweites Gebäude errichtet. 1996 wurde ein drittes Gebäude fertig gestellt.
In diesen Gebäuden sind zur Zeit die Gemeinschaftsgrundschule "Ahl Wipp" und die römisch - katholisch Grundschule Sankt Mauritius untergebracht.
Im Westflügel ist eine Plastik der "Guten Hirten" des Merheimer (Gut Schlagbaum) Bildhauers Toni Zenz

° An Sankt Theresia 1
Das Schulgebäude wurde 1963 als römisch - katholische Volksschule genutzt. Heute ist dort eine Gemeinschaftsgrundschule.

° Kattowitzer Straße 52
Das Schulgebäude des neusprachlichen Gymnasiums (vorher Falkensteinstraße in Kalk) und der Gymnasialen Aufbaustufe für Realschulabsolventen wurde am o1. September 1962 bezogen. Die Umbenennung in Johann - Gottfried - Herder - Gymnasiums erfolgte 1963. In der zweiten Hälfte der 1960er Jahre werden Pavillons aufgestellt um die angestiegenen Schülerzahl zu verkraften. 1972 gemeinsamer Unterricht von Jungen und Mädchen in einer Klassengemeinschaft. 1988 Neubau der Pavillons als Ersatz für die abgebrannten Einheiten. 1997 Einweihung des Erweiterungsbau E. 1999 Einweihung des Verwaltungsneubaus A und des Containerbaus. 2005 wird der Neubautrakt F bezogen. 

° Modemannstraße 25 / Beuthener Straße
Hier entstand in den 1970er Jahren ein Schulgebäude, welches berufsbildende Bereiche unterbrachte. (Kaufmännische Berufsschule, Erich - Gutenberg - Kolleg).

° Wuppertaler Straße 19 / Dellbrücker Straße
Das Schulgebäude wurde 1962, als die Straße noch Alte Wipperfürther Straße (Hausnummer 215) hieß, seiner Nutzung übergeben. Erst als evangelische Volksschule, später als Gemeinschaftshauptschule und heute Gemeinschaftsschule. Inneineingang und Innenhof von 1964. Haupteingang 1968.

 

- Strunde (Strunder Bach)

Die Strunde hat ihren Namen von strut = anschwellen, strudeln => schwellender Bach. Andere Bezeichnungen Strune oder Strundener Bach.

Die Strunde entspringt bei Herrenstrunden in der Nähe der alten Commenderie des Malteserordens aus mehreren Quellen und bildet gleich einen kleinen Teich. Von dort fließt die Strunde über Bergisch Gladbach Gronau, Schlodderdich, Dellbrück und Holweide nach Buchheim. Bis Schlodderich ist dies der Oberbach. Von Schlodderdich (Schluchterteiche) wird der Unterbach in einem künstlichen Bett weitergeleitet. In diesem Bereich trieb er 16 Mühlen an. Kurz vor Buchheim in der Nähe vom Gut Schlagbaum überquert (bereits 1846 erwähnt) die Strunde den Faulbach. In der Strunde lebten früher Krebse und Fische, die als sehr schmackhaft galten. Auch wurde das Wasser zum Trinken benutzt. Heute ist hiervon abzuraten. Weiter parallel zum Schlagsbaumweg (Herler Mühle). Bevor der Buchheimer Ring unterquert wird, zweigt ein Verbindungskanal zum Faulbach ab. Unter dem Park von Haus Herl und dann zwischen den Feldern zur Straßenbahn. Auf diesem Abschnitt verläuft der Bach oberhalb der Wiesen zur Weißen Siedlung.  Vor der Straßenbahntrasse wird er unterirdisch weitergeleitet durch Kanalisation über Mülheim und das Klärwerk Stammheim in den Rhein geführt.

Im 9. und 10. Jh. wurde das sumpfige Gebiet durch Strunde und Faulbach entwässert.
Früher entsprang die Strunde bei Spitze. Durch den kalkhaltigen Boden suchte sich die Strunde unterirdisch ihren weg nach Herrenstrunden. Im Bereich Buchheim  floss der Bach weiter entlang der Arnsberger Straße, Windmühlenweg (heute Holsteinstraße), Stadtgarten und Bachstraße. Er bewässerte am Merkerhof den Mühlenteich, dem heutigen Weiher im Mülheimer Stadtgarten. Südlich der Mülheimer Brück kann man bei Niedrigwasser noch den alten Einlass in der Kaimauer am Rhein sehen.
Auf seinem Weg trieb er insgesamt 25 Mühlen an, von denen einige noch stehen.
Namen bekannter Mühlen sind: Herrenstrundener Mühle, Dombacher Mühle, Kiepper Mühle, Gronauer Mühle, Kradepohlsmühle, Schlodderdicher Mühle, Gierather Mühle, Wichheimer Mühle und Herler Mühle.
Die Strunde diente auch zum Bewässern von Garten- und Ackerland, sowie Wiesen
Wegen Verschmutzung wird die Strunde 1976zwischen Buchheimer Ring und Arnsberger Straße zum Säubern trocken gelegt. Nach Inbetriebnahme eines Klärwerkes in Bergisch Gladbach soll das Bachbett wieder mit Wasser gefüllt werden.
1978 belegt ein Gutachten, dass die Wasserqualität seit 1975 merklich besser wurde. Wobei sie noch nicht befriedigend ist.
1980 wurde die Strunde wieder trockengelegt. Die Stadtverwaltung wollte das Bachbett verfüllen. Nach dem einige Teilstücke 1983 abgedichtet wurden, wird das Bachbett wieder mit Wasser gefüllt. Bereits 1984 musste der Wasserlauf kurzzeitig unterbrochen werden. 2005 untersuchte eine Klasse der Elly - Heuß - Knapp - Realschule die Strunde. Es wurden Bachflohkrebse, Schnauzenschnecken und Eintagsfliegenlarven gefunden. Ebenso wurden Glockentierchen, Zackenrädchen und Pantoffeltierchen entdeckt. Die Gewässergüteklasse II bis III bedeutet mäßig belastetes Wasser. Die Geschwindigkeit des Baches betrug ca. 1,1 km/h.

 

- Vereinshaus

1916 wird mit den Arbeiten zum Vereinshaus begonnen. 1917 eingeweiht und 1928 erweitert.

 

- Verwaltungsgebäude

Das Verwaltungsgebäude der Fa. Drösser von 1870 / 71 in der Ackerstraße 144 mit Stuckfassade uns Risalit.

 

- Villa Müller

Die freistehende Villa an der Frankfurter Straße 192 / Germaniastraße (früher Danielspfädchen) wurde um 1890 / 1900 / 1909 gebaut.
Der Eigentümer der 1887 gegründeten Brotfabrik, Josef Müller, lies die Villa erbauen. Die Putzfassade ist Formenreich. Ein Werksteinsockel und drei hohe Treppengiebelfassade zieren die Villa im Stil der Frührenaissance, während die steinumfassten Fenster in neugotischen Stil errichte sind. Neben mit einem Lebensbaum - Motiv verzierten Eichenholztäfelungen im Treppenhaus findet man auch schönen Deckenstuck. Auch die Fensterrahmen sind aus Eichenholz und ein hölzerner Windfang umrahmt die original erhaltene Eingangstür. Im Erdgeschoß befand sich früher eine Empfangshalle, zwei Salons und eine Küche. Nach 1945 wurde die Empfangshalle zu Gunsten von Wohnraum aufgeteilt. Von dem Rund um das Haus gelegenen parkähnlichen Garten besteht nur noch der Teil hinter dem Haus mit einer Blutbuche und einer Atlaszeder. Der vordere Teil wurde der Verbreiterung der Frankfurter Straße und dem Ausbau der Germaniastraße geopfert.

 

- Villa Hahnenburg

Bergisch Gladbacher Straße 154 / Ackerstraße 146

Die Villa Hahnenburg wurde um 1870 / 72 im damaligen Mülheim für Johann - Herbert Hahn, dem Besitzer der Brauerei Börsch und Hahn (später Mülheim - Niedermendiger Brauerei) erreichtet.

Die freistehende, zweigeschossige Villa besitzt an der Hauptfassade einen von Säulen getragene Halle als Vorbau (Portikus) und einen übergiebelten hervorspringender Eckanbau (Risalit) , sowie Stuckfassade.  

Ein im Park befindlicher Teich wurde vom nahe gelegenen Faulbach gespeist. Er diente der Kühlung und dem Freizeitvergnügen.

Der Teich ist inzwischen trocken gelegt.

Die Villa ging später an die Firma Drösser über. Kurzzeitig wurde die Villa als Restaurant genutzt und ist jetzt eine islamische Bildungseinrichtung.

 

- Weiße Siedlung - Gartenstadt (de Müllersch Wies)

Die Weiße Siedlung besteht überwiegend aus Ein- und Zwei - Familienhäusern und wurde um 1930 südlich der Strunde gebaut. Die Hauptverbindungsstraße ist die Kattowitzer und die Beuthener Straße. Letztere war damals die Verbindungsstraße zur Frankfurter Straße.

 

51 065 Mülheim

Augustastraße

Die Häuser  18, 20 und  24 sind mehrgeschossige Gebäude aus der Zeit von 1900 - 1914. Backsteinfassade mit Stuckgliederung und Erker.

Haus 16 ist um 1930 mit 4 Geschossen und einem Attikageschoss, sowie eingeschnittenen Balkonen an den Ecken (Glücksburgstraße 8) und Backsteinfassade  errichtet worden.

Glücksburgstraße

Hausnummer 8 - 10 ist um 1930 mit 4 Geschossen und einem Attikageschoss, sowie eingeschnittenen Balkonen an den Ecken (Augustastraße 16) und Backsteinfassade  errichtet worden.

Vincenzstraße

Die Häuser 19 - 29 sind in der Zeit von 1905 - 1912 erbaut worden. Sie haben vier Etagen mit Giebelgeschoß und Stuckfassade, sowie einen Erker.

51 067 Holweide

51 10   Höhenberg